Heinrich von Kleist

Der zerbrochne Krug

Klassik: jetzt!


In diesem Lustspiel wird über einen zerbrochenen Krug zu Gericht gesessen, der im Dunkel der Nacht in Eves Kammer zerschlagen wurde. Zwar steht ihr Verlobter Ruprecht unter Verdacht, doch weist auch der Richter Adam allerlei vielsagende Blessuren auf. Wort-, witz- und wendungsreich probiert er diverse Formen der Erpressung und Irreführung, um sich aus der Affäre zu ziehen.

Sprecher

Wolf-Dietrich Sprenger

Wolf-Dietrich Sprenger, geboren 1942 in Zeitz (Sachsen), begann seine Schauspielkarriere am Theater Flensburg, ohne je eine Schauspielausbildung absolviert zu haben. Danach folgten Engagements in Hamburg und Köln. Er arbeitete unter anderem mit Peter Zadek und Luc Bondy. Seit 1997 ist er als freier Regisseur tätig.


Hilmar Eichhorn

Hilmar Eichhorn, 1954 in Dresden geboren, spielte auf Bühnen in Leipzig, Halle und Magdeburg. Bekannt wurde er in der Rolle des jungen Goethe in der 1975 uraufgeführten Thomas-Mann-Verfilmung Lotte in Weimar. Auch im Fernsehen wirkte er u.a. im Tatort, Polizeiruf 110 und Die Frau vom Checkpoint Charlie mit. In der ARD Hörfunk-Krimireihe radioTATORT leiht Eichhorn der Figur des Hauptkommissars Jost Fischer seine Stimme.


Autor

Heinrich von Kleist

Geboren am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder. Heinrich von Kleist trat schon als junger Mann in den preußischen Militärdienst ein und nahm unter anderem am Rheinfeldzug (1796) teil. Letztlich verabscheute er den Dienst und schied 1799 aus dem Militär aus. In Frankfurt/Oder nahm er ein Studium der Physik und Mathematik auf, das er jedoch nach wenigen Semestern abbrach. Reisen führten ihn nach Thun (Schweiz) und Paris. Unter anderem die Freundschaft mit Ludwig Wieland, dem Sohn Christoph Martin Wielands, brachte ihm die Literatur näher. Er begann mit der Arbeit an dem Trauerspiel Die Familie Schroffenstein, damals noch unter dem Titel Die Familie Ghonorez, und an Der zerbrochne Krug. 1804 trat Kleist in den preußischen Staatsdienst ein. Er lebte in Königsberg, Dresden und in Berlin, gab die Zeitschrift Der Phöbus (1808) und die Zeitung Berliner Abendblätter heraus. Der langfristige Erfolg blieb jedoch aus. Zusammen mit seiner Bekannten Henriette Vogel nahm sich Kleist am 21. November 1811 in Berlin das Leben.