Heinrich von Kleist

Prinz Friedrich von Homburg

Klassik: jetzt!


Kleists Schauspiel über den schlafwandelnden Prinzen Friedrich von Homburg, der den Handschuh der Prinzessin Natalie erhascht und dadurch nach dem Erwachen die Befehle des Kriegsrates verträumt, verärgerte die Zeitgenossen. Ein ängstlicher Adliger, dessen militärische Undiszipliniertheit zu seinem Todesurteil führt, düpierte das standesbewusste Publikum des 19. Jahrhunderts.
Mit diesem packenden Drama veredelt Kleist das historische Gefecht bei Fehrbellin zu einem Schlachtenbild voller großer Gefühle und einer beeindruckenden Rettung.

Sprecher

Ulrich Matthes

Ulrich Matthes ist Ensemblemitglied am Deutschen Theater und einer der bedeutendsten deutschen Charakterdarsteller, der in Filmen wie Der neunte Tag und Novemberkind beeindruckt. Für seine Interpretation von Vladimir Nabokovs Pnin erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis.


Ulrich Noethen

Ulrich Noethen gehört zu den vielseitigsten und beliebtesten Schauspielern Deutschlands. Sein warmes, dunkles Timbre lässt eine intime und eindrückliche Stimmung entstehen. Für seine Lesung von Friedrich Anis Roman Nackter Mann, der brennt erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis 2017.


Autor

Heinrich von Kleist

Geboren am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder. Heinrich von Kleist trat schon als junger Mann in den preußischen Militärdienst ein und nahm unter anderem am Rheinfeldzug (1796) teil. Letztlich verabscheute er den Dienst und schied 1799 aus dem Militär aus. In Frankfurt/Oder nahm er ein Studium der Physik und Mathematik auf, das er jedoch nach wenigen Semestern abbrach. Reisen führten ihn nach Thun (Schweiz) und Paris. Unter anderem die Freundschaft mit Ludwig Wieland, dem Sohn Christoph Martin Wielands, brachte ihm die Literatur näher. Er begann mit der Arbeit an dem Trauerspiel Die Familie Schroffenstein, damals noch unter dem Titel Die Familie Ghonorez, und an Der zerbrochne Krug. 1804 trat Kleist in den preußischen Staatsdienst ein. Er lebte in Königsberg, Dresden und in Berlin, gab die Zeitschrift Der Phöbus (1808) und die Zeitung Berliner Abendblätter heraus. Der langfristige Erfolg blieb jedoch aus. Zusammen mit seiner Bekannten Henriette Vogel nahm sich Kleist am 21. November 1811 in Berlin das Leben.