Jakob Michael Reinhold Lenz

Der Hofmeister

oder Vorteile der Privaterziehung
Klassik: jetzt!


Der studierte junge Hofmeister Läuffer leidet unter den Demütigungen einer knausrigen, autoritären Herrschaft, doch tut er nichts, um seine Knechtschaft bei den von Bergs zu beenden. Stattdessen nutzt er seine Talente, um Gustchen, die Tochter des Hauses, zu schwängern.
Lenz vereint in seinem lebhaften Drama, das Einfluss bis in die Gegenwart entfaltete und selbst Bertolt Brecht zu einer Neuinszenierung inspirierte, die Sozialkritik eines Thesenstücks mit der Vergnügtheit eines Lustspiels.

Sprecher

Jürgen Hentsch

Jürgen Hentsch spielt seit mehr als 35 Jahren in Film- und Fernsehproduktionen. Den Zuschauern ist er u.a. als Charakterdarsteller in Der Totmacher und als Herbert Wehner in dem Politdrama Im Schatten der Macht bekannt. 2002 wurde er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis für seine Rolle als Heinrich Mann in Heinrich Breloers Fernsehfilm Die Manns ausgezeichnet.


Horst Hiemer

Horst Hiemer, geboren 1933, studierte am Deutschen Theaterinstitut Weimar und der Hochschule Hans Otto in Leipzig. »Dieser Schauspieler von ausgeprägt komödiantischer, oft ans Groteske grenzenden Präsenz und Besonderheit« (B.Z.) hat in fast 200 Filmen mitgewirkt, hatte Engagements, auch als Regisseur, in Leipzig, Halle und Schwerin, gehörte ab 1960 zum Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin und war Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin.


Autor

Jakob Michael Reinhold Lenz

Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792) zählt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Sturm und Drang. Der als Exzentriker bekannte Schriftsteller hatte seit 1777 starke psychische Probleme, die Georg Büchner später zu seiner berühmten Erzählung Lenz inspirierten.