Marion Brasch im Gespräch mit Roland SpahrMit ihrem  Roman Ab jetzt ist Ruhe nähert sich Marion Brasch vielen  Fragen  zu ihrer außergewöhnlichen Familie an –  der Vater, der hohe Staatsämter innehatte, die drei hochbegabten, aber auch selbstzerstörerischen Brüder. Bei der Vorab-Premiere vor  Buchhändlern und Journalisten in Berlin am 19. Januar hat sie  Auszüge aus ihrer Familiengeschichte gelesen.

Im Gespräch mit  Roland Spahr vom S. Fischer Verlag erzählt Marion Brasch authentisch und charmant, dass sie die Geschichte unter anderem auch für ihre Tochter niedergeschrieben hat – und dass sie bewusst keine Autobiografie schreiben wollte. Der subjektive Blick im Roman ist ihr wichtig, ihre Erlebnisse stehen für sich: der nach Schweiß müffelnde Stasi-Wachhund an der Setzmaschine beim ND, das legendäre Westberliner Konzert von David Bowie im Jahr 1987, das sie  am  Klofenster des Künstlerclubs »Möwe«von der anderen Seite der Mauer verfolgte.  Warum es trotz der Schilderung des Verlusts ihrer Familie und aller Schicksalsschläge ein heiterer Roman geworden ist? Marion Brasch ist es wichtig, die traurigen Leerstellen stehen zu lassen, um auch dem Hörer und Leser Raum zu geben für seinen eigenen Schmerz – aber dann auch zu sagen: “Jetzt geht es weiter!”.

Ab jetzt ist Ruhe erscheint am 23.02.2012 als Buch bei S.Fischer und als Hörbuch bei uns. Die öffentliche  Buchpremiere findet am 1. März in Berlin statt.

Marion Brasch beim SignierenMarion Brasch im Gespräch mit unserer Regisseurin Vera Teichmann