Unsere drei Juni-Novitäten lassen Beziehungen ordentlich durcheinander wirbeln. Während intime Details des Geschlechterkampfes und verunglückte Balzrituale mit vergnüglicher Schlagseite thematisiert werden, läuft im kriminalistischen Fahrwasser ein Familienglück auf blutigen Grund.

Spätzleblues beschäftigt sich vor allem mit den ersten Stadien des Verliebtseins. Pipelines Katastrophen-Gen hat ihren neuen Freund Leon zwar nicht dauerhaft abschrecken können, aber in den nächsten Jahren ist er beruflich erst mal in China unterwegs. Wie Pipeline mit improvisiertem Skype-Striptease nicht nur ihren Liebsten entbrennen lässt oder sich als Verlobte ihres besten Freundes gegen eifersüchtige türkische Cousinen zur Wehr setzt, das erzählen Autorin Elisabeth Kabatek und Sprecherin Andrea Hörnke-Trieß so zwerchfellerschütternd, das kaum Zeit zum Luftholen bleibt.
So richtig auspacken lässt sich aber wahrscheinlich erst nach langjähriger Beziehung. Und zwar Die Kiste der Beziehung! Annette Frier und Christoph Maria Herbst spielen kongenial ein Paar, das mit tragik-komischen Erinnerungen und witzig-stichelnden Kommentaren um sich wirft: Wann war das noch mal mit dem ersten Kuss, ist DAS da dein Ex auf dem Foto, und was ist eigentlich aus der Romantik von damals geworden, SCHAAATZ?
Das tragische Ende einer Liebe stellt Tana French in ihrem neuen Krimi Schattenstill in den Mittelpunkt. Eine ganze Familie wird in einer Bauruinen-Siedlung in einem Dubliner Küstenvorort ermordet. Was zunächst wie eine Beziehungstat aussieht, gibt bei der Begehung des Tatorts seltsame Rätsel auf: Wieso wurden die Kinder erstickt, die Eltern aber erstochen? Woher kommen die Löcher überall im Haus, woher die vielen Überwachungskameras? Mit sonorer Stimme schickt Uve Teschner den abgeklärten Ermittler Mike und seinen prolligen Assistenten auf die Suche, kalt umweht vom Hauch der irischen Wirtschaftskrise. Drei Rezensions-Exemplare von Schattenstill gibt es bis Montag, den 12.6. auf unserer Facebook-Seite zu gewinnen.

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