Drei Oberfieslinge, drei Abenteuer, eine Stimme! Mit Die Superschurken greifen an beweist Jacob Weigert, dass nicht nur kleine Jungs riesigen Spaß an Verwandlung, Action und Knatteradäng haben können. Im Interview erzählt er, wie es war, das schrägste Hörbuch aus unserer Reihe zu den DC Comic-Helden zu inszenieren.

1. Was die wenigsten wissen: Ihre ersten Hörbücher erschienen bereits im gleichen Jahr (2010), in dem sie mit ihrer Rolle in Anna und die Liebe schlagartig bekannt wurden. Wie kamen Sie zum Hörbuchsprechen? Was hat Sie bis jetzt dort gehalten?

Ich hatte lange Zeit große Lust mich als »Märchenonkel« auszuprobieren. Synchronisiert hatte ich bereits einiges, aber vielleicht ist es mit Synchron und Hörbuch so wie mit Film und Theater, dachte ich mir. Eine deutlich andere Arbeit. Bei Hörbüchern muss man sich länger mit den Texten auseinandersetzen und natürlich entschieden länger die Spannung halten. Irgendwann 2009 habe ich mich beim Jumbo Verlag beworben, wurde für 7 Seiten ausprobiert und glücklicherweise fortan wiederholt gefragt. Als Theatertierchen hat mit diese Arbeit dann auch sehr viel Spaß gemacht: der kreative Prozess, indem man die Bögen im Text sucht und spannt. Nur die Stimme als Ausdrucksmittel zu nutzen ist ohnehin eine ganz spezielle, filigrane und spannende Arbeit. Da bin ich doch gerne dabei geblieben …

Regieskript "Superschurken"2. Sie spielen nicht nur die drei Bösewichte, sondern lesen auch alle anderen Figuren bei den Superschurken. Wie haben Sie das nur angestellt? Kommt man da nicht durcheinander?

Manchmal fliegt mir eine Idee zu und manchmal muss ich ordentlich grübeln, bis ich die perfekt passende Stimme für eine Figur habe. Ich habe ja auch den Anspruch, mich nicht ständig selbst zu zitieren bei den verschiedenen Hörbuchprojekten. Die Vorbereitungszeit zu Hause ist extrem zeitaufwändig und erfordert viel Fleiß, zu dem ich mich jedes Mal sehr zwingen muss. Der Rest läuft dann über farbige Markierungen, die ich mir in den Text setze. Aber es stimmt: es soll schon passiert sein, dass ich mich vertan habe und wir im Studio ordentlich gelacht haben, weil ich zum Beispiel mit grummeliger Monsterstimme rumgefaucht habe, der Satz dann aber endete mit: »… sagte Mutter.«

3. Sinestro, Joker oder Black Manta – welcher Bösewicht macht am meisten Spaß? Und warum?

Natürlich der Joker, er hat die größte Popularität, wurde von großen Schauspielern im Film verkörpert und besitzt dazu noch diese schlimmen Narben direkt am Mund. Na wenn man bei dem Geschmatze keinen Spaß hat, weiß ich auch nicht mehr!?

 4. Wem würden Sie Die Superschurken ans Herz legen?

Jung – weil es spannende und farbenfroh geschriebene Geschichten sind, in denen Schurken vorkommen, die es in der Comic-Kultur schon ewig gibt, aber eben nur wenige kennen. Sozusagen »Comic-Geschichtsunterricht«.

und Alt – weil man seine wahre Freude hat, an den Ideen und der comichaften Anmutung, die diese Aufnahmen haben. Was unser Regisseur Dirk alleine für abgefreakte Sounds hat einmischen lassen, lässt einen sofort an »ZACK BÄM« in der alten Batman-Fernsehserie aus den 1960er Jahren denken.

5. Welche Bücher oder Comics haben Sie als kleiner Junge verschlungen?

 Alle drei Abenteuer vom Sams, die Kriminalgeschichten von Inspektor Dixon und die bunten Geschichten aus dem Lustigen Taschenbuch.