Bereits seit 2013 begeistert Jojo Moyes mit ihrem mittlerweile millionenfach verkauften Roman Ein ganzes halbes Jahr unzählige Leser- und Hörerinnen. Im letzten Jahr konnten wir die Geschichte von Louisa Clark in Ein ganz neues Leben weiterverfolgen. Nun leuchten Lous Hummelstrumpfhosen endlich auch von der großen Leinwand! Der britischen Theaterregisseurin Thea Sharrock gelingt mit diesem Romantikdrama ein bemerkenswertes Filmdebüt, für das Moyes selbst das Drehbuch geschrieben hat.

»Ich bin Lou«

In einer britischen Kleinstadt lebt die quirlige und äußerst bunte Louisa Clark (Emilia Clarke, Game of Thrones und Terminator: Genisys), von allen Lou genannt. Sie schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und landet schließlich bei der Millionärsfamilie Traynor, um dem nach einem Unfall querschnittsgelähmten Sohn Will (Sam Claflin, Love, Rosie und Die Tribute von Panem) Gesellschaft zu leisten. Ohne jegliche Erfahrung als Pflegerin versucht sie, das Beste aus der Situation für sich und Will zu machen. Sechs Monate hat der zynische junge Mann, dem ein Unfall allen Lebensmut geraubt hat, seinen Eltern nämlich versprochen, bevor er den Freitod wählen will. Doch dann wirbelt Lou durch sein Leben …

Von Hummelstrumpfhosen und Symphoniekonzerten

Hier prallen zwei höchst unterschiedliche Welten aufeinander. Während Lou aus einfachen Verhältnissen stammt, immer gut gelaunt ist und ihre Emotionen kaum verbergen kann, ist Will der in sich gekehrte Miesepeter, der klassische Konzerte und teure Reisen schätzt. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Emilia Clarke und Sam Claflin verkörpern diese sich anbahnende Freundschaft und Liebe der beiden Protagonisten absolut glaubwürdig. Ihre Geschichte wird wunderschön unterstützt von englischen Landschafts- und Architekturaufnahmen, einer traumhaften Karibik-Szenerie und Bildern der Schweizer Berge. Der Soundtrack ergänzt all dies durch melancholische, aber auch dynamische Songs der Imagine Dragons, von The 1975 und Ed Sheeran.

Hoffnung, Sehnsucht, Liebe, Trauer, Freundschaft – Ein ganzes halbes Jahr zeigt alle Facetten des Lebens. Der Film lädt ein, ausgiebig zu schluchzen, aber auch herzhaft zu lachen. Thea Sharrock hat bereits mit ihrer Theaterinszenierung von Equus (mit Daniel Radcliffe) gezeigt, was sie kann. Mit ihrer Version von Ein ganzes halbes Jahr wird sie sicherlich nicht nur uns begeistern. Wir empfehlen, unbedingt genügend Taschentücher einzupacken!

Jojo Moyes und Luise Helm – das gehört einfach zusammen!