Was tun, wenn das perfekte Hundestöckchen ausgerechnet im Auge eines toten Joggers steckt? Diesem Problem steht die Protagonisten in Frauen, die Bärbel heißen von Marie Reiners gegenüber.

Ein wunderbarer Tag zum Spazierengehen – Wäre da nicht die männliche Leiche, die plötzlich vor Bärbel auf dem Weg liegt. Und das perfekte Stöckchen, das dem Toten im Auge steckt.

Nachdem sich die Polizei der Sache annimmt, scheint der Fall abgeschlossen. Ein fataler Irrtum. Denn auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und die resolute, alleinstehende Bärbel, die eigentlich am liebsten zu Hause ihre Shopping-Sendungen guckt, sieht sich mit einer wütenden, und vor allem bewaffneten, Ehefrau, einem neugierigen Kommissar und aufdringlichen Journalisten konfrontiert. Bald schon ist sie gezwungen, ihr friedliches Heim zu verlassen und wird schließlich selbst zur Gejagten.

Doch Bärbel wäre nicht Bärbel, wenn sie sich diesen scheinbar ausweglosen Situationen nicht mit einer gehörigen Portion Mut und ihrem erfrischenden Pragmatismus gegenüberstellen würde.

Katja Riemann liest Frauen, die Bärbel heißen von Marie Reiners unglaublich kraftvoll und mit wunderbar trockenem Humor. Die perfekte Stimme für diese unkonventionelle aber herzerwärmende Power-Frau.

Ein höchst amüsantes und spannendes Hörerlebnis, bei dem man sich immer wieder kopfschüttelnd fragt: Wie wird Bärbel sich da nun wieder hinausmanövrieren?