Joseph von Eichendorff

Aus dem Leben eines Taugenichts


»Es ist nichts als Traum, Musik Gehenlassen, ziehender Posthornklang, Fernweh, Heimweh, Leuchtkugelfall auf nächtlichem Park, törichte Seligkeit, so daß einem die Ohren klingen und der Kopf summt vor Verzauberung.« Thomas Mann
Sehnsucht nach der Ferne treibt den Sohn eines Müllers in die Welt hinaus. Mit seiner Geige streift er ziellos umher, verliebt sich, wird enttäuscht und kommt schließlich nach Italien, wo er in eine bunte und geheimnisvolle Kette von Verwechslungen, abenteuerlichen Nachstellungen und Liebeleien verwichelt wird.
Mit dem Taugenichts schuf Eichendorff ein idyllisches Manifest heiterer Lebensoffenheit und eine beinahe märchenhaft Novelle vom Einklang des Menschen mit sich und der Natur.

Sprecher

Christian Brückner

Christian Brückner, geboren 1943 in Schlesien, wuchs in Köln auf. Engagements am Theater, kontinuierliche Arbeit für Funk und Fernsehen. 1990 erhielt er den Grimme-Preis Spezial in Gold. Schwerpunkt seiner Arbeit heute: öffentliche Literaturlesungen, oft eingebunden in einen musikalischen Zusammenhang. 2000 Gründung des Hörbuchverlags parlando mit seiner Frau Waltraut. 2005 Auszeichnung des gesamten Programms mit dem Deutschen Hörbuchpreis. 2012 wurde Christian Brückner der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, 2017 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.


Autor

Joseph von Eichendorff

Joseph von Eichendorff wurde 1788 als Sohn eines Landedelmanns und preußischen Offiziers auf Schloss Lubowitz bei Ratibor geboren. Während seines Jura-Studiums in Halle und Heidelberg lernte er u.a. Achim von Arnim und Clemens von Brentano kennen. Besonders durch seine Lyrik wurde Eichendorff der bekannteste deutsche Romantiker, die Vertonungen von Schumann, Mendelssohn Bartholdy und Hugo Wolf haben seine Gedichte in aller Welt berühmt gemacht.