Am 23.8. startet mit Argon Balance ein neuer Programmbereich bei Argon. Für die Inhalte maßgeblich mitverantwortlich ist Carlo Günther. In einem kleinen Interview erzählt er von seiner Arbeit an Argon Balance, wie es zu diesem Namen kam und mit welchem Rat er sich selbst jeden Morgen fit für den Tag macht.

1. Wie kamen Sie darauf, ein ganzes Hörbuchprogramm zu diesem Themenkomplex zu machen, den man »Lebenshilfe« oder »besser leben« nennen könnte? Wie kam es zum Namen Argon Balance?

Ganz einfach: Als Programmmacher halten wir Augen und Ohren offen dafür, was die Menschen bewegt. In den letzten Jahren haben wir dabei eine tiefgreifende Veränderung nicht nur in unserem persönlichen Umfeld, sondern auch in der Gesellschaft wahrgenommen. Viele Menschen begeben sich heute ganz bewusst und fernab von jeder Dogmatik auf ihre persönliche Sinnsuche – von Bungee-Jumping bis hin zu Yoga am Arbeitsplatz. Es geht darum, Neues zu entdecken und auszuprobieren, Praktiken zu erlernen und im täglichen Leben anzuwenden. Und es geht darum zu machen, was einem selbst weiterhilft und das eigene Leben wieder oder etwas mehr in Balance bringt. So entstanden der Name und die Idee zu unserem Programm. Die Inhalte ergaben sich dann fast von allein.

2. Welche Schwerpunkte setzen Sie in Argon Balance?

Wir haben drei große Themenbereiche: Körper, Geist, Gesundheit, also in dem ersten Programm: Achtsamkeitspraktiken, Qi Gong, Burn-out-Schutz, Heil- und Atemmeditationen. Dann praktische Lebenshilfe wie Persönlichkeitsentwicklung, Beziehung zu Partner, Familie und Kinder, Dankbarkeit, Loslassen. Und: persönlicher Erfolg, und zwar nicht nur im Job, sondern auch im gesamten Umfeld. Also: Was kann ich tun, um mich ganzheitlich weiterzubringen? Schließlich wollen wir pro Programm noch ein besonderes Hörbuch zum gesamten Themenbereich produzieren. Im ersten Programm ist das der Weisheits-Klassiker Der Prophet von Khalil Gibran, ganz lebensnah und modern interpretiert durch den Songwriter und ZDF-Moderator TEX.

3. Was unterscheidet die Balance-Hörbücher von den Buchvorlagen? Ist das nicht das Gleiche, nur vorgelesen?

Nein, das würde ich nicht sagen. Jedes Hörbuch ist ein eigenständiges Werk mit seinen eigenen Regeln. Indem der Sprecher dem Hörer quasi etwas ins Ohr flüstert, durchbricht er ja eine ganz persönliche, intime Grenze. Wenn er möchte, dass ich seinen Rat an mich heranlasse, muss ich ihm in erster Linie vertrauen und mich von seinen Worten inspirieren lassen. Dazu ist es notwendig, dass er authentisch und empathisch ist. Das alles in einem Hörbuch umzusetzen, ist eine anspruchsvolle Herausforderung, die bei den Aufnahmen eine Mischung aus Sorgfalt und Gefühl von allen Beteiligten verlangt. Um die oftmals meditative Stimmung zu unterstützen, haben wir in jedem Hörbuch auch Musik verwendet, die häufig extra dafür komponiert wurde. Und wir haben die Autoren gebeten, die persönlichen Stellen selbst zu sprechen.

4. Beschreiben Sie in ein paar Worten Ihren beruflichen (Lebens-)Weg bis zu Argon Balance?

Vor 15 Jahren habe ich im Verlagswesen angefangen, erst als studentische Hilfskraft, dann als Lektoratsvolontär bei Econ. Wissenshungrig habe ich ein Management-Studium zum Verlagswesen hinterhergeschoben und danach bei der Gründung eines Sachbuchverlag mitgearbeitet. 2005 habe ich als Programmleiter beim Münchner Verlag LangenMüller angefangen, wo ich die Chance bekam, ein Hörbuchprogramm aufzubauen. Ganz dem Hörbuch verschrieben habe ich mich schließlich 2009 mit der Programmleitung der Verlage Hörbuch Hamburg und OSTERWOLDaudio in Hamburg. Ende letzten Jahres kehrte ich wieder zu meiner Familie nach München zurück. Auch um persönlich wieder in Balance zu kommen, und dann traf ich Argon …

5. Und mit welchem Lebensmotto treten Sie den weiteren Weg an?

Ein Motto, das mich seit Jahren begleitet und jeden Tag vor eine neue Herausforderung stellt, ist etwas, das mir der amerikanische Autor Dan Goleman mal mit auf den Weg gab: »Do two things in your life: Focus and follow your blizz!« Ich übe mich darin…