Eine Empfehlung von Kinderhörbuch-Lektorin Lena Lindenbauer

 

Bella Donner – was ist das denn für ein Name? So kann ja wohl nur ein Hexe heißen, oder nicht? Finden jedenfalls Bellas Klassenkameradinnen, die selber mit Hexen nichts zu tun haben wollen und lieber Feen oder Prinzessinnen wären. Aber Bella ist sich sicher: Sie ist in Wahrheit eine Hexe – wenn auch eine, die noch nie wirklich gezaubert hat, die in einem Kinderheim wohnt und die mit ihrer Art überall aneckt, außer bei ihrem immer schlammbespritzten Freund Sam.
Die Geschichte von Bella hat mich überrascht. Ja, sie ist für kleine Mädchen geschrieben, und ja, sie ist irgendwie süß, aber sie hat auch einen so warmen Unterton und handelt von so elementaren Bedürfnissen und Träumen, dass sie auch für große Mädchen ihren Zauber entfaltet.

 

Cathlen Gawlich hat es wunderbar verstanden, das mit ihrer Stimme umzusetzen. Alle Figuren haben ihre eigene, wiedererkennbare Stimme, und wenn Bellas Freund Sam weinend sagt, er wolle doch auch nur glücklich werden – tja, dann habe ich auch sofort feuchte Augen. Und das peinlicherweise auch beim fünften Anhören noch. Aber nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, es handele sich hier um ein Rührstück! Im Gegenteil, Bella Donner ist laut bis vorlaut, gerät in verrückte Situationen und wirbelt auf ein glückliches Ende zu, das ganz gespannt macht auf den zweiten Teil.

Na, neugierig? Dann hier reinhören!