Nur dein Leben ist die schaurige Zukunftsvision über ein Pärchen, das vor nichts zurückschreckt, um seinem Kind einen idealen Start ins Leben zu ermöglichen. Doch schon kurz vor der Geburt entgleitet alles ihrer Kontrolle. Das ist subtiler Hörstoff, der tief an menschliche Urängste rührt. »Tobias Kluckert verleiht dieser Story einen gruseligen, bitteren Unterton […] packend gelesen!« findet Bettina Emmerich vom hr1. Dem stimmen wir zu! Und lassen Tobias Kluckert im Kurzinterview seine eigenen Lese-Eindrücke schildern.

1. Nur dein Leben ist ein ungewöhnlicher Sci-Fi-Thriller: Er spielt in einer Zukunft, die schon begonnen hat. Was war für Sie das Besondere an diesem Hörbuchstoff?
Besonders für mich war eigentlich, dass die Geschichte sehr aktuell ist, also in unserer heutigen Zeit spielt – sonst bin ich eher auf historische Stoffe abonniert (Anm. d. Red.: z.B. die ungekürzte 50-Stunden-Fassung von Ken Follets Die Tore der Welt), und dass das Buch von sehr persönlichen Tagebuchmomenten der weiblichen Hauptrolle unterbrochen wird, die von Floriane Kleinpaß gelesen werden. Ich bin gespannt, wie das zusammen funktioniert!

 2. Naomi und John Klaesson wollen ihr Kind vor Krankheiten schützen und entscheiden sich für genetische Zell-Manipulationen. Schließlich lassen sie sich jedoch zu weiteren Eingriffen hinreißen. Kann man Verständnis für die beiden haben?
Ich denke schon, dass man da Verständnis haben kann. Zum einen wollen sie ja nur ein gesundes Kind haben und wer will das nicht? Zum anderen möchten sie ihrem Kind die bestmöglichen Chancen mitgeben, um in einer immer leistungsorientierteren Gesellschaft bestehen zu können. So was tun Eltern nun mal. Ich muss das nicht gutheißen, aber verstehen kann ich’s.

 3. Dem Hörer laufen bei Naomis und Johns Erfahrungen mit der Humangenetik eisige Schauer über den Rücken. Was fanden Sie besonders unheimlich?
 Allein die Vorstellung, zwei Kleinkinder zu haben, denen jeglicher emotionaler Bezug zu ihren Eltern fehlt, die diese nur als Dienstboten betrachten und völlig an ihnen vorbei leben, ist schon sehr beklemmend.

 4. Ihr Vater Jürgen Kluckert (Stammstimme von Chuck Norris!) ist ebenfalls ein erfolgreicher Sprecher – würden Sie gerne mal was zusammen machen? Wovon würde ein Hörbuch mit den beiden »Kluckerts« handeln?
Oh, wir würden sehr gern mal etwas zusammen machen. Mitunter kommt es ja auch vor, dass wir in Filmen gemeinsam synchronisieren. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir zusammen mal auf Lesereise gehen, aber wovon  das Buch handeln müsste, weiß ich nicht. Ich denke, es müsste gar keine Vater-Sohn-Geschichte sein, obwohl es sich natürlich anbieten würde.

 

 

Sprecherfoto: (c) Alexander Hörbe