Während die Euro-Hawk-Affäre um fehlende Sicherheitszertifikate in Europa neue Diskussionen um moderne Kriegstechnologien entfacht, setzen die USA bereits großflächig auf ferngesteuerte Drohnen zur gezielten Verfolgung von Terror-Verdächtigen im Ausland. In seinem neuen Thriller geht Daniel Suarez einen folgenreichen Schritt weiter: Was wäre, wenn sich Drohnenverbände mithilfe einer programmierten Schwarmintelligenz selbst steuern könnten?
Kill Decision beginnt mit einer Reihe blutiger Angriffe im Irak und in den USA, die allem Anschein nach auf das Konto von Terroristen gehen. Die Biologin Linda McKinney ahnt nichts davon, während sie im tiefsten afrikanischen Dschungel zur Schwarmintelligenz der Weber-Ameisen forscht. Doch dann wird sie von einem mysteriösen Fremden namens Odin gekidnappt, der eine kleine Elite-Einheit von Geheimagenten anführt. Offenbar hat er ihr das Leben gerettet. Denn dunkle Mächte nutzen McKinneys Forschungen bereits, um in den hintersten  Winkeln des Planeten Millionen fliegende Tötungsmaschinen zu produzieren. Das Gefährliche an dieser neuen Generation Drohnen: Sie ermitteln ihre Angriffsziele selbst, koordonieren ihren Schwarm mit Hilfe von Pheromonen (d.h. biochemischen Botenstoffen, die im Tierreich z.B. dazu dienen, das andere Geschlecht anzulocken) und sind damit völlig autonom. Das Team um Odin und McKinney macht sich an das schier hoffnungslose Unterfangen, die Menschheit vor der Vernichtung durch ihren eigenen Fortschritt zu retten.
Suarez weiß, wovon er schreibt. Jahrelang war er selbst Software-Entwickler in militärischen Kreisen, er kennt die technologischen Trends und Forschungspotentiale. So beschreibt er in Kill Decision unbemannte Drohnen, die anhand der chemischen Zusammensetzung des menschlichen Atems ihre Opfer orten und gezielt töten. Was nach Science-Fiction klingt, wird als „C-Scout-Mikrosensortechnik“ bereits zur Kontrolle von Frachtschiffcontainern eingesetzt – vorerst nur um blinde Passagiere, aber auch Drogen sowie biologische oder chemische Waffen aufzuspüren.

Diese realen Erfahrungen mit technologischen Möglichkeiten und militärischen Strategien bettet Daniel Suarez ein in einen hochrasanten Plot, der Filme wie Mission Impossible und Jack Reacher wie  fade Kaffeekränzchen aussehen lässt. Sprecher Tobias Kluckert, zu hören z.B. in Das A-Team oder Hangover als Synchronstimme von Bradley Cooper, gibt dem Stoff den angemessen coolen, unwiderstehlichen Sound, der die Spannung volle sieben Stunden aufrecht hält. 

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