Sprecher trifft Autor – Stefan Kaminski spricht mit Thomas Brussig über Am kürzeren Ende der Sonnenallee

Wenn Sprecher und Autor aufeinandertreffen, ist das sowieso schon meist eine sehr schöne Angelegenheit, wenn sie sich dann gegenseitig auch noch so bewundern und aus dem Plaudern gar nicht mehr rauskommen, ist es für uns sogar noch umso schöner:

»Für mich war es bereits das dritte Buch, das ich von [Thomas Brussig] einlesen durfte und es ist immer auch eine persönliche Angelegenheit. […] Ich habe mich über dieses Glück sehr gefreut, [… da es] eine sehr emotionale, schnell erzählte, leichte und doch tiefe Geschichte in einer sehr parlierenden und schönen Sprache ist, die ich sehr genieße.« (Stefan Kaminski)

An einem Vormittag im April haben sich die beiden für uns getroffen und einmal Revue passieren lassen: Wie war das damals in der DDR, während der Wendezeit und in diesem unwirklichen Jahr nach dem Mauerfall? Und was ist wichtig, wenn man über diese Zeit schreibt und spricht? Was steckt alles hinter dem Sonnenallee-Stoff und warum ist er auch heute noch aktuell? Mittlerweile wird der dritte Roman Thomas Brussigs Am kürzeren Ende der Sonnenallee in Schulen gelesen, ist übersetzt in viele Sprachen und immer noch Teil der meisten seiner Lesungen. Stefan Kaminski war 15, als die Mauer fiel, und hat auch schon Beste Absichten und Das gibt’s in keinem Russenfilm eingelesen. Nun, endlich, liest er auch Brussigs größten Erfolg:

»Jetzt möchte ich mal was über Stefan Kaminski sagen: Ich finde es toll, wenn er sich jetzt sozusagen zu meiner Stimme entwickelt. […] Er hat eine Lebendigkeit und eine Freude, die ich auch beim Schreiben hatte, der Funken springt auf den Vorleser über und das finde ich toll.« (Thomas Brussig)

Hier gibt es einen Ausschnitt aus dem Gespräch der beiden, welches sich in gesamter Länge als Bonus-CD zur Neuaufnahme von Am kürzeren Ende der Sonnenallee befindet:

 

Von Maria Nowotnick