Maxim Biller

Sechs Koffer


Ein Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht
Eine russisch-jüdische Familie flieht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich. Der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers wurde Opfer eines großen Verrats, einer Denunziation, und 1960 in der Sowjetunion hingerichtet. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, über das tschechische Kino der Nachkriegszeit, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften sexsüchtiger Kultur-Apparatschiks – und zugleich über das Leben hier und heute, über unsere moderne, globalisierte Welt, in der fast niemand mehr dort zuhause ist, wo er geboren wurde und aufwuchs.

Sprecher

Christian Brückner

Christian Brückner wurde 1943 in Waldenburg/Schlesien geboren. Nach dem Studium der Publizistik, Germanistik und Theaterwissenschaft Engagements an verschiedenen Theatern. Seit etwa 1970 kontinuierliche Arbeit in Hörspielen und Fernsehfeatures. Literaturlesungen für alle Sender der ARD und in der Öffentlichkeit. 1990 erhielt er den Grimme Preis in Gold. 2000 gründete er mit seiner Frau Waltraut den Hörbuchverlag parlando. 2017 wurde er mit dem Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.


Autor

Maxim Biller

Maxim Biller, geboren als Kind russisch-jüdischer Eltern 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Von ihm sind bisher unter anderem erschienen die Romane Die Tochter und Ezra (das Buch wurde gerichtlich verboten) sowie die Erzählbände Wenn ich einmal reich und tot bin, Land der Väter und Verräter, Bernsteintage und Liebe heute. Er schreibt in der FAZ die Kolumne Moralische Geschichten.