Alle, außer mir von der italienischen Autorin Francesca Melandri wurde von den rund 670 befragten BuchhändlerInnen zum Indie-Liebling 2018 gewählt. Dieses Porträt des 20. Jahrhunderts wird im Hörbuch von Gabriele Blum gelesen. 

Ilaria glaubte ihren Vater zu kennen – bis eines Tages ein junger Afrikaner auf dem Treppenabsatz vor ihrer Wohnung sitzt und behauptet, mit ihr verwandt zu sein. In seinem Ausweis steht: Attilio Profeti. Das ist der Name ihres Vaters… Der aber ist zu alt, um noch Auskunft zu geben.
Hier beginnt Ilarias Entdeckungsreise, von hier aus entfaltet Francesca Melandri eine schier unglaubliche Familiengeschichte über drei Generationen und ein schonungsloses Porträt der italienischen Gesellschaft.

Sie holt die bisher verdrängte italienische Kolonialgeschichte des 20. Jahrhunderts in die Literatur und stellt die Schlüsselfragen unserer Zeit: Was bedeutet es, zufällig im »richtigen« Land geboren zu sein, und wie entstehen Nähe und das Gefühl von Zugehörigkeit?

Gabriele Blum macht mit ihrer fein nuancierten Interpretationsweise Alle, außer mir zu einem außergewöhnlichen Hörerlebnis.

»Francesca Melandri ist ein großer zeitgeschichtlicher Roman über Migrantenschicksale und das Gift des Kolonialismus gelungen.« Die ZEIT, Juli 2018, Julia Schröder

»Mit ihrer Aufarbeitung des Kolonialkrieges leistet Francesca Melandri der italienischen Literatur einen großen Dienst, und Alle, außer mir ist ein wichtiger Roman. Ein Roman, der unseren Blick auf Italien verändert.« Deutschlandfunk, Juli 2018, Maike Albath

»Alle, außer mir ist ein eindrucksvolles Stück Literatur. Es ist inhaltlich anspruchsvoll, kunstvoll komponiert und kritisch, dennoch hat der Leser nicht den Eindruck, belehrt zu werden.« NDR kultur, Juni 2018, Annkathrin Bornholdt