Jodie Ahlborn ist für ihre Hörbuchlesungen u.a. mit dem Auditorix-Siegel und einer Nominierung zum Deutschen Kinderhörbuchpreis ausgezeichnet worden. Einen echten Hunde-Roman hatte sie bisher jedoch noch nicht auf dem Studiopult! Wir haben mit ihr gesprochen.

Frage: Die Ballade von Max und Amelie handelt von Seelenbande und unsterblicher Liebe. Was hat Sie an dem Roman besonders berührt?

Tatsächlich hat mich die Seelenverwandtschaft der beiden Hunde besonders berührt. Wie Amelie über ihre Zweifel hinweg von ihrem Zuhause flieht und ihr Herz ihr sagt, dass Max zu ihr gehört. Wie sie durch die Begegnung mit ihm ihre Kraft entwickelt, ihr Selbstvertrauen zurückgewinnt und zu ihrem wahren Ich findet. Dass man eben durch Liebe die höchsten Berge bezwingen kann…

Frage: David Safiers Protagonisten sind nicht selten Tiere. So auch hier. Was bezweckt der Autor Ihrer Meinung nach damit?

Die Menschen kommen hier – aus der Sicht der Tiere erzählt – nicht besonders gut weg. Das ist zwar manches Mal traurig und beschämend, aber nachvollziehbar und leider wahr. Die Gefühle und Gedanken von Max und Amelie sind Regungen, die wir Menschen auch alle in uns haben. Vielleicht fällt es uns leichter, über unsere eigenen schwierigen Themen nachzudenken – in welchen Strukturen bin ich eigentlich gefangen, was sagt mir mein Bauchgefühl, mein Instinkt, mein Herz? –, wenn sogar eine Hündin solche Überlegungen anstellt.

Frage: Warum können Sie Die Ballade von Max und Amelie weiterempfehlen?

Die Geschichte über Liebe und Abenteuer der beiden Hunde geht ans Herz. Es ist ein Roadtrip der besonderen Art, verpackt mit viel Gefühl, aber auch Spannung, Action und Humor. Ich glaube, es regt zum Nachdenken über sein eigenes Handeln an und ist somit absolut empfehlenswert!

Frage: Was stellte beim Einlesen die größte Herausforderung darf?

Max und Amelie kommen aus völlig unterschiedlichen Hundewelten. Die treue, naive und sehr liebenswerte Art von Max wollte ich genauso wie das starke, aber eben auch angstgeprägte und traurige Wesen von Amelie in der Entwicklung mit meiner Stimme und meiner Interpretation erzählen. Dass diese beiden Charakter am Ende zueinander finden, war mir wichtig. Die kleinen Details und das große Ganze muss am Ende in einander greifen.

Frage: Was schätzen Sie am Einlesen von Hörbüchern im Vergleich zur Schauspielerei?

Das Einlesen von Hörbüchern ist für mich Schauspielerei! Ich habe mein Gegenüber, meine Situationen, meine Stimme und meinen Ausdruck, nur eben das Gesicht nicht. Aber die Gesichter habe ich vor meinem inneren Auge. Ich spiele jede Rolle, alle Situationen. Auf diese Art und Weise versuche ich, die Geschichten auch für die Hörer*innen lebendig werden zu lassen, auch vor ihren Augen entstehen zu lassen. Es erfordert größte Konzentration und gedankliche Präzision und Entschiedenheit und macht gleichzeitig wahnsinnig viel Freude, vor allem bei tollen Texten.

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