Dieses Mal freuen wir uns nicht nur. Nein, dieses Mal sind wir aus dem Häuschen! Die Jury der hr2-Bestenliste vom April hat fünf unserer Hörbücher zu ihren fünf Hörbüchern des Monats gemacht. Hier stellen wir sie in Kürzestform vor.

James Baldwin: Nach der Flut das Feuer (parlando/gelesen von Christian Brückner)

Einer der größten schwarzen Intellektuellen ruft 1963 dazu auf, gemeinsam dem rassistischen Wahn ein Ende zu machen. Denn Rassismus sei nicht nur der Albtraum der Schwarzen, sondern AUCH der Weißen. Seine Essays brechen wie ein Inferno über die damalige Gesellschaft herein und haben erschreckend aktuelle Brisanz.

Julian Barnes: Die einzige Geschichte (gelesen von Frank Arnold)

Welche Ansprüche stellt die Liebe? Welche stellt sie, wenn die Liebenden älter werden? Welche stellt sie, wenn noch dazu 20 Jahre zwischen ihnen liegen? Bissig-ironisch bis todtraurig-melancholisch spielt Frank Arnold souverän auf der literarischen Klaviatur von Julian Barnes.

Wolfgang Herrndorf: Werke (gelesen von Hanno Koffler, Stefan Kaminski, August Diehl und Natalia Belitski)

Tschick, Sand, Arbeit & StrukturBilder deiner großen Liebe – 4 Werke, die unterschiedlicher nicht sein könnten, 4 unverwechselbare Sprecher. Alle werden ihrem Text und dem Autor Wolfgang Herrndorf auf unvergessliche Weise gerecht.

Maxim Leo: Wo wir zu Hause sind (gelesen von Ulrich Noethen)

Seit der Berliner Journalist Maxim Leo denken kann, war seine Familie immer über den ganzen Erdball verstreut. Zu ihnen macht er sich erstmals auf, trifft Onkel und Tanten, findet Tagebücher, Briefe, Fotos und entdeckt seine verschwundene Familie. Maxim Leos Spurensuche richtet den Blick aber nicht nur in die Vergangenheit. Seine Cousins und Cousinen finden nach und nach zurück nach Deutschland, in die Heimat ihrer Vorfahren. Ein Hörbuch voller lebendiger Geschichte und Geschichten, zum Klingen gebracht vom Träger des Deutschen Hörbuchpreises Ulrich Noethen.

Siri Hustvedt: Damals (gelesen von Iris Berben)

Der neue Roman von Siri Hustvedt dreht sich um zwei ungleiche Nachbarinnen und erzählt von Frauensolidarität und Männerwahn, von Liebe und Geschlechterkampf, von Gewalt und Vergebung. Mäandernd, verspielt, mit großer Geste und doch viel Mitgefühl erzählt – Siri Hustvedts Romane rühren in ihren Suchbewegungen irgendwann immer an das Innerste der Gesellschaft. In der virtuosen Interpretation von Iris Berben gleichzeitig »Hörausforderung« und Genuss!