Wer ist das Mädchen mit den zwei Zöpfen und dem entschlossenen Blick, das derzeit international die Schlagzeilen bestimmt? Und mit ihrem Kampf für den Klimaschutz genauso viel Begeisterung wie Anfeindungen erntet?

Seit  die schwedische Schülerin Greta Thunberg  im August 2018 aufhörte, in die Schule zu gehen, bis ihr Heimatland Schweden seine Klimaziele erreicht, ist die gerade einmal 16 Jahre alte Aktivistin weltweit bekannt geworden – als Vorbild, Inspiration und Ikone des Klimaschutzes. Mehr als 1,8 Mio. junge Menschen in 125 Ländern sind am 15. März 2019 für die von ihr gegründete Bewegung »Fridays for Future«  auf die Straße gegangen – und haben ein deutliches Zeichen an die Politik gesendet: Der Welt, so wie wir sie kennen, läuft die Zeit davon. Wenn wir sie retten wollen, müssen wir jetzt handeln!

Das Schlüsselerlebnis

Um das mutige Mädchen und die lange Geschichte vor ihrer großen Bekanntheit geht es in Szenen aus dem Herzen, das im Herbst 2018 in Schweden erschien. Darin schildert ihre  Mutter Malena Ernman gemeinsam mit Vater Svante Thunberg und ihren beiden Töchtern, wie die Familie vom Asperger-Syndrom ihrer Tochter Greta erfuhr und wie sich ihr Leben dadurch grundlegend verändert hat.

Als Greta in die fünfte Klasse kam, hörte sie plötzlich auf zu lachen, zu reden, zu essen. In der Schule wurde sie gemobbt, was sie ihren Eltern verheimlichte. Bis zur endgültigen Diagnose von Asperger, hochfunktionalem Autismus und Zwangsstörungen war es ein weiter Weg, der ihre Familie in eine schwere Krise stürzte – und dadurch umso mehr zusammenschweißte.

Ein halbes Jahr nach Gretas Diagnose verbesserte sich ihre Gesundheit, der Alltag kam zurück. Sie wechselte auf eine andere Schule. Der Zustand der Welt jedoch blieb weiterhin besorgniserregend – und ließ sie nicht mehr los. Zum ersten Mal hörte sie im zarten Alter von acht Jahren davon, dass sich die Erde erwärmt und dass die Menschen eine Mitschuld daran tragen.

 Ihr Anderssein ist ihre Stärke

Seitdem versucht sie, die Umwelt zu schützen, wo sie nur kann. Sie spart möglichst viel Strom, fliegt nicht mehr und ernährt sich vegan.  Auch ihre Eltern und die kleine Schwester Beata hat sie davon überzeugt, für das Klima zu kämpfen. Dass das nicht immer einfach ist, zeigen die zahlreichen Anfeindungen, die Greta zum Beispiel in den sozialen Netzwerken entgegen schlagen. Obwohl ihr der Umgang mit der medialen Aufmerksamkeit nicht immer leicht fällt, ist sie froh über jeden Artikel und jedes Interview, die über sie erscheinen. Denn das bedeutet jedes Mal mehr Öffentlichkeit und Bewusstsein für den Klimaschutz. Ihr Asperger-Syndrom sieht sie dabei nicht als Schwäche, sondern als Stärke. Es verhindert, dass sie das Thema ausblenden und verdrängen kann. »Sonst hätte ich wohl einfach so weiter gelebt, wie viele andere Menschen«, erklärte sie dazu in einem SPIEGEL-Interview.

So wurden aus einer »schwedische[n] Kleinstadtfamilie« (selbst-)kritische Klimaaktivisten, die versuchen, ihren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten – und weitere Unterstützer für ihr Herzensprojekt zu gewinnen. Denn: wir können die Welt nur zusammen retten – wenn jeder von uns lernt, nachhaltiger zu denken und zu konsumieren.

Das Hörbuch – gelesen von Eva Gosciejewicz – können Sie hier komplett streamen oder downloaden.

Die Einnahmen helfen gemeinnützigen Projekten

Greta und ihre Schwester Beata haben entschieden, dass ihre Erlöse aus Buch und Hörbuch an Vereine und Organisationen gespendet werden sollen, die sich für eine nachhaltige und soziale Welt einsetzen:

Greenpeace

– WWF

– die Institution für tiergestützte Pädagogik und Therapie Lära med djur

– den Schwedischen Naturschutzverein und dessen Jugendumweltorganisation Fältbiologerna

– den Verein für Menschen mit Beeinträchtigungen Kung över Livet

– Kinder in Not und

– die Tierschutzorganisation Djurens Rätt