Aus dem Verlag

nachgefragt bei Anika Landsteiner: 3 Fragen zu »Sorry not sorry«

Am 14. Mai 2024 erscheint das Hörbuch »Sorry not sorry«, in dem Anika Landsteiner sich mit weiblicher Scham beschäftigt. Das Hörbuch liest die Autorin selbst – und wir haben ihr dazu drei Fragen gestellt.

nachgefragt bei Anika Landsteiner: 3 Fragen zu »Sorry not sorry«

Als Podcast-Moderatorin bist du mit der Arbeit im Aufnahmestudio bestens vertraut. Hat das die Arbeit an der Hörbuchaufnahme erleichtert? Oder war es vielleicht doch etwas anderes, da es sich hier um deinen eigenen Text handelt?

Es war etwas ganz anderes! Als Podcasterin habe ich zwar ein Skript, aber ich lese nichts vor, rede in alltäglicher Sprache, bin spontan und vergesse manchmal sogar, dass ich aufnehme, besonders bei gemeinsamen Folgen mit anderen. Bei der Hörbuchaufnahme war ich nervös, denn gutes Vorlesen ist gar nicht so einfach. Man ist sehr fokussiert und merkt auch, dass das Sprechen die Stimme anstrengt. Toll war, dass ich einen Regisseur an der Seite hatte, der mit mir daran gearbeitet hat, das Beste aus mir herauszuholen, sodass es ein spannendes und unterhaltendes Hörbuch wird.

In »Sorry not sorry« erzählst du von vielen Situationen aus deinem Privatleben, die mit dem Schamgefühl zusammenhingen. Was für eine Erfahrung war es, einen Text einzulesen, in dem du sie alle thematisierst?

Das war sehr absurd. Einerseits war es eine tolle Erfahrung, das Hörbuch laut vorzulesen und nochmal zu merken, was ich da geschrieben und damit erschaffen habe. Andererseits sind einige Textstellen so intim, dass es sich angefühlt hat, fremden Menschen im Tonstudio mein Tagebuch vorzulesen. Ich kann mich gar nicht entscheiden, was am Ende überwiegt – es war auf jeden Fall einzigartig.

In deinem Hörbuch befasst du dich mit unterschiedlichen Aspekten der gesellschaftlichen Erwartungen, die an junge Frauen gestellt werden und ihr Aussehen und Verhalten betreffen. Wenn du jungen Mädchen einen Rat mit auf den Weg geben könntest, wie würde dieser lauten?

Hört auf euer Bauchgefühl und trainiert euch die Intuition nicht weg. Von außen werden wir durchgehend geprägt, Außenbilder prasseln ständig auf uns ein, ob wir das bewusst verinnerlichen oder nicht. Denn gerade die Scham arbeitet sehr subtil. Es hilft, kritisch zu interfragen und Zusammenhänge aufzudecken, um zu verstehen, wer von gesellschaftlichen Erwartungen profitiert. Aber am Ende des Tages ist es vor allem die eigene Intuition, die ganz genau weiß, was gut für einen selbst ist.

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Über weibliche Scham

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