
nachgefragt bei Gerrit Schmidt-Foß, dem Sprecher von »He Who Fights With Monsters« von Shirtaloon
»He Who Fights With Monsters« von Shirtaloon ist der Auftaktband einer epischen LitRPG-Serie, gelesen von Gerrit Schmidt-Foß. Inwiefern unterscheidet sich das Einsprechen eines klassischen Romans von einem Text aus der LitRPG-Reihe? Was hat ihm besonders gut gefallen? Diese und andere Fragen beantwortet er uns in einem Kurzinterview.
Lieber Gerrit, du liest die LitRPG-Roman-Reihe »He Who Fights With Monsters« von Shirtaloon vor. Der Protagonist in der Geschichte ist Jason Asano. Wer ist er und worin besteht sein größtes Problem?
Gerrit Schmidt-Foß: Jason ist eigentlich ein ganz normaler Dude aus Australien. Durch ein kosmisches Event und ein schiefgelaufenes Ritual wird er in ein Paralleluniversum katapultiert und bekommt dort magische Fähigkeiten. Und sein größtes Problem ist am Anfang, dass er zwar Videospiele kennt, aber nicht die magische Welt an sich. Und er findet sich plötzlich in einer Welt voller Monster, magischen Kräften und Abenteurern wieder und muss sich dort durchschlagen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Kanntest du schon vor »He Who Fights With Monsters« den Begriff des LitRPGs?
Gerrit Schmidt-Foß: Den Begriff LitRPG kannte ich schon vorher. Meine Söhne sind Rollenspieler und finden das alles extrem cool. Allerdings kannte ich »He Who Fights With Monsters« vorher nicht. Ich habe das große Glück gehabt, das vorab lesen zu dürfen, und bin deswegen inzwischen ein großer Fan.
Du bist eine etablierte Stimme im Fantasy-Bereich. Inwiefern unterscheidet sich das Einsprechen eines klassischen Romans von einem Text aus der LitRPG-Reihe? Was hat dir besonders gut gefallen?
Gerrit Schmidt-Foß: Besonders viel Spaß hat mir gemacht, dass das so dynamisch schwankt: von den getriebenen Kampfsequenzen über etwas ruhigere Passagen bis hin zu viel Humor mit ein bisschen Augenzwinkern, der die Sache vorantreibt. Es ist ganz spannend zu gucken, wie sich die Charaktere entwickeln. Ich freue mich schon riesig auf Band 2 und 3 und so weiter, denn die Reihe hat großes Potenzial und es hat mir riesigen Spaß gemacht.
Du sitzt ja auch ab und zu am Rollenspieltisch, bist also mit den genretypischen Begriffen wie Character-Stats und Trefferpunkten vertraut. Inwiefern hat dir das beim Einlesen des Titels geholfen?
Gerrit Schmidt-Foß: Es ist schon schön, wenn man sich ein bisschen in Fantasy-Welten auskennt. Man kennt die Begrifflichkeiten, die Sage und die Logikabfolge in diesen Romanen. Wenn man natürlich Vielschichtigkeit im Rollenspiel oder in Videospielen zu Hause hat, kann man das viel besser verstehen. Aber es ist nicht notwendig, das vorher zu kennen. Also auch Leute, die nicht im Rollenspiel zu Hause sind, kommen bei den Romanen voll auf ihre Kosten.
Hättest du Lust, einmal selbst als Spieler in die Welt von »He Who Fights With Monsters« einzutauchen und welche Art von Charakter würdest du da spielen bzw. dir zusammenbauen?
Gerrit Schmidt-Foß: Das ist eine schwierige Frage. Ich weiß, wie viele Gefahren dort auf alle lauern und ob ich es wirklich dort schaffen würde – ich weiß gar nicht, ob das mein Traum wäre, in diese Welt einzutauchen. Aber es gibt natürlich faszinierende Dinge: Wenn man einen Mantel hat, der einen in Finsternis hüllt, sodass einen die anderen nicht sehen können, oder wenn man Wasser erschaffen kann... Das sind schon sehr coole Eigenschaften.
Das Genre LitRPG gewinnt in den letzten Jahren an Beliebtheit. Was denkst du, woran liegt das?
Gerrit Schmidt-Foß: Die Möglichkeiten in dieser Welt sind einfach unerschöpflich. Das merkt man einem Autor wie Shirtaloon an: Er kennt sich in diesen Welten aus, denkt in diesen Welten und die Ideen für Charaktere und Abenteuer, die sie erleben, sind schier unendlich. Und genau das merkt man: Dass er eine riesige Freude daran hat, tief in diese Welt einzutauchen, sie bis ins kleinste Detail zu beschreiben und alle Möglichkeiten auszunutzen, die ihm gegeben sind.
Wem würdest du die Reihe empfehlen?
Gerrit Schmidt-Foß: Ich würde die Reihe natürlich jedem empfehlen, der sich in Fantasy-Welten auskennt oder gerne Computerspiele in dieser Richtung spielt. Da wird sich jeder sofort zu Hause fühlen. Aber eigentlich ist für jeden etwas dabei: Es gibt politische Intrigen, es gibt Romanzen, es geht um die großen und kleinen Probleme des Lebens... Insofern kann das eigentlich jeder lesen, der da Lust drauf hat.
Vielen Dank, lieber Gerrit!





