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hingehört! Lena Kupke im Interview zu ihrem ersten Hörbuch »Pause«

Lena Kupke ist bekannt als Autorin und Stand-up-Comedian. Nun hat sie einen Debütroman geschrieben, der am 1. Mai 2026 erscheint. In »Pause« erzählt sie die Geschichte von Hanna, die zwischen alten und frischen Wunden lernen muss, sich selbst zu heilen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Das Hörbuch hat sie selbst eingesprochen. Was hat ihr im Hörbuchstudio gefallen und was nicht? Und wie fühlt sich das an, so viel Zeit mit dem eigenen Text darin zu verbringen? Im Interview beantwortet sie uns ein paar Fragen.

Hallo Lena, was machst du hier?

Lena Kupke: Ich spreche mein Hörbuch ein zu meinem Roman »Pause«.

Im Vergleich zu deinen sonstigen Auftritten auf der Bühne: Wie ist es jetzt hier im Hörbuchstudio? Was magst du, was vielleicht nicht?

Ich mag, dass es so intim ist. Es ist ein geschlossener Raum, nur die Hörbuchregisseurin und der Tontechniker sind dabei. Durch die Kabine ist man sehr für sich, sehr nah am Text – das ist wunderschön. Auf der Bühne mag ich allerdings, dass es live ist. Im Studio ist man vielleicht ein bisschen weniger »im Moment«, aber die Intimität ist ein toller Ausgleich.

Wie ist es für dich, deinen eigenen Text als Hörbuch einzulesen? Fallen dir dabei vielleicht noch einmal ganz andere Dinge auf?

Ja, auf jeden Fall! Es ist schön, aber auch herausfordernd. Manchmal dachte ich: »Ah, den Satz hätte ich vielleicht nicht gebraucht.« Aber ich muss ehrlich sagen, es gab auch mehrere Passagen, bei denen ich selbst überrascht war und dachte: »Hä, das ist ja richtig gut geschrieben!«. Das ist ein schönes Gefühl, von sich selbst positiv überrascht zu werden.

Wer ist Hanna und was hat dich dazu gebracht, ihr deinen Debütroman zu widmen?

Hanna ist eine 36-jährige, selbstständige Illustratorin, die in Berlin lebt. Sie stammt ursprünglich aus der Kleinstadt Lüneburg, wo ihre Eltern und ihre Schwester Sarah noch wohnen. Der Roman beginnt damit, dass Hanna zusammenbricht. Sie ist eine typische Millennial-Frau, die jahrelang perfekt funktioniert hat. Plötzlich klappt das alles nicht mehr. Ich habe ihr den Roman gewidmet, weil mich ihr Bemühen berührt hat. Sie will sich selbst helfen, stößt aber an ihre Grenzen. Letztlich ist es auch eine Liebesgeschichte an ihre Familie – eine Familie mit Defiziten, die aber füreinander da ist. Hanna ist eine Frau, der man ihre Resilienz und Stärke vielleicht gar nicht auf den ersten Blick ansieht.

Was macht die »Pause« mit ihr? Oder besser gefragt: Was möchtest du uns schon verraten?

Die »Pause« beschreibt diese ungemütliche Zwischenzeit, in der alles im Chaos liegt und die Heilung noch nicht da ist. Man weiß einfach nicht, wie es weitergeht. Ich finde oft Trost in Büchern und hoffe, dass andere diesen Trost nun in „Pause“ finden. Es gibt Lichtstrahlen und gute Momente – es ist kein klassisches Hollywood-Happy-End, aber es gibt eine Entwicklung und ein sehr, sehr gutes Ende.

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Kuratiert von der argon-Presseabteilung.